Plötzlicher Schmerz, der sich bei Belastung verschlimmert – wie erkennt man Osteoporose?

Symptome

Osteoporose ist eine stille Krankheit, die keine dramatischen Symptome verursacht. Die meisten chronischen Schmerzen, die Patienten bemerken, sind das Ergebnis pathologischer Frakturen. Pathologische Frakturen sind Frakturen, die ohne Anwendung offensichtlicher Kraft auftreten. Beispiele sind Wirbelbrüche bei plötzlichen Bewegungen oder Unterschenkelbrüche bei leichten Sportarten. Die Patienten sind jahrelang beschwerdefrei, bis solche Frakturen bemerkt werden. Nach Brüchen beginnen Knochen- und Muskelschmerzen, wobei der Rücken am stärksten betroffen ist.

Frakturen der Wirbelsäule treten mit plötzlichen Schmerzen auf, die Schmerzen breiten sich normalerweise nicht aus und verschlimmern sich beim Tragen schwerer Lasten. Nach dem akuten Schmerz besteht eine Empfindlichkeit an der Stelle des Wirbelbruchs, und der Schmerz hält monatelang an und verschwindet manchmal nicht. Durch Wirbelbrüche verändert sich die Körperhaltung. Die Körperhaltung wird kyphotisch (gebückt). Neben der Wirbelsäule sind auch die kleinen Knochen der Hand und des Fußes betroffen. Osteoporose wird oft diagnostiziert, wenn ein Fußknochen versehentlich gebrochen ist. Der Fuß enthält 26 Knochen, von denen die meisten sehr klein sind und unter Belastung leicht brechen können.

Epidemiologie

Osteoporose ist die häufigste stoffwechselbedingte Knochenerkrankung und auch die häufigste Erkrankung, die Brüche verursacht. Frakturen verursachen enorme Kosten im Gesundheitssystem, wobei jährlich fast 9 Millionen Frakturen auftreten. Etwa 200 Millionen Menschen auf der Welt leiden an Osteoporose, während jede dritte Frau über 60 Jahren an Osteoporose leidet. Frakturen treten am häufigsten in der Wirbelsäule auf und verursachen oft keine Symptome. 25 % der postmenopausalen Frauen haben mindestens einen Wirbelbruch. Brüche treten am häufigsten am Oberschenkelhals, am unteren Teil des Daumenknochens (Speiche) und an der Lendenwirbelsäule auf. Das Frakturrisiko steigt mit abnehmender Knochendichte. Osteoporose ist eine Krankheit der entwickelten Welt, und die höchste Inzidenz von Osteoporose ist in Asien, Nordamerika und Europa zu verzeichnen. Osteoporose gilt aufgrund der gestiegenen Lebenserwartung, einer besseren Gesundheitsversorgung älterer Menschen und einer Lebensweise, die körperliche Aktivität und gesunde Ernährung vernachlässigt, als Zukunftskrankheit.

Diagnose

Osteoporose wird sehr oft zufällig bei der Diagnose einer Fraktur oder bei einer systematischen Untersuchung diagnostiziert. Diagnostische Methoden zur Bestätigung der Diagnose sind:

Densitometrie – dieser Test stellt den Goldstandard in der Osteoporose-Diagnostik dar und ist zugleich der genaueste Test zur Messung der Knochendichte, also der Knochenmasse. Die Methode ist nicht invasiv, erfordert keine Vorbereitung und ist einfach und schnell. Die Suche dauert nur 5 Minuten und die Strahlendosis während der Suche ist vernachlässigbar. Die Densitometrie wird Personen über 50 Jahren empfohlen, die eine Langzeitbehandlung mit Kortikosteroiden erhalten, Männern über 70 Jahren und Frauen über 65 Jahren, Personen, die einen Größenverlust von mehreren cm festgestellt haben, Frauen mit Amenorrhoe (Menstruationsverlust) und Andere.

CT– wird zur Diagnose von Osteoporose der Tibia (Schienbein) und des Radius (Daumenknochen) verwendet. Die Nachteile dieser Methode sind der hohe Preis und die hohe Strahlendosis, die der Patient während der Untersuchung erhält.

Ultraschall – der Vorteil des Ultraschalls ist die Möglichkeit der dynamischen Untersuchung, das Fehlen von Strahlung, die breite Verfügbarkeit… Der Nachteil ist die geringe Sensitivität und das Fehlen von Daten zur Knochendichte. Ultraschall basiert auf Wellen mit einer Frequenz von 200 bis 1000 kHz und wird im Bereich von Daumen, Finger, Schienbein und Fersenbein eingesetzt.

Röntgen – Die Röntgen Bildgebung von Knochen wird aufgrund unzureichender Genauigkeit nicht als Methode zur Diagnose von Osteoporose verwendet. Die Röntgen Befundung ist sehr individuell und Fehler bei der Beurteilung der Knochenmasse erreichen bis zu 50 %. Röntgen ist als Screening-Methode in der Bevölkerung gut, aber Osteoporose wird auf dem Röntgenbild erst erkannt, wenn etwa 30 % der Knochenmasse verloren gegangen ist.

S.J.
02.08.2022.