Was ist Gicht und wie entsteht es?

Eine Stoffwechselerkrankung namens Gicht wird durch zu viel Urat im Blut verursacht.  Ein anderer Name dafür ist Harnwegsarthritis.  Als Nebenprodukt des Purin- oder Abfallproduktabbaus im Körper entstehen Urate, die Salze der Harnsäure sind.  Purine sind aromatische organische Substanzen, die ein entscheidender Bestandteil der körpereigenen DNA und RNA sind.  Lebensmittel mit hohem Puringehalt sind Fleisch, Fisch und Schokolade.  Da nur ein kleiner Teil der Gesellschaft Zugang zu viel Fleisch und ähnlichen Lebensmitteln hatte, wurde diese Krankheit einst auch als Krankheit der Könige und Reichen bezeichnet.  Purin-Überkonsum kann zu Hyperurikämie führen, was schlecht für Ihre Gesundheit ist.  Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass Hyperurikämie oder erhöhte Harnsäure im Blut keine eigenständige Krankheit ist und häufig unbemerkt bleibt.  Gicht kann nur entstehen, wenn Harnsäuresalze auskristallisieren.  Zahlreiche Gelenke im Körper können von dieser Erkrankung betroffen sein, am häufigsten ist jedoch das Großzehengelenk betroffen.  Starke Schmerzen, Schwellungen in den Gelenken und eingeschränkte Beweglichkeit sind die Symptome.  Lesen Sie weiter, um alles Wissenswerte über Ursachen, Prävalenz, Symptome und Möglichkeiten zur Vorbeugung von Gicht zu erfahren.

Wie entsteht Gicht?

Gicht hat Hyperurikämie als Hauptursache.  Der Begriff „Hyperurikämie“ bezieht sich auf einen erhöhten Harnsäurespiegel im Blut.  Gicht entsteht, wenn sich Harnsäure im Gewebe der Gelenke, Nieren und anderer Organe ansammelt.  Der Urinspiegel kann aufgrund des Lebensstils einer Person, der Einnahme bestimmter Medikamente, genetischer Veranlagung oder gleichzeitig bestehender Krankheiten erhöht sein… In etwa 12 % der Fälle ist die Ernährung die zugrunde liegende Ursache für Gicht.  Fettleibigkeit, der Konsum von viel Fructose, Purinen und Alkohol sowie Gicht sind alle miteinander verbunden.  Auch die Entstehung der Gicht wird maßgeblich von den Genen beeinflusst.  Hyperurikämie ist mit einigen erblichen Syndromen verbunden.  Bei 75 % der Menschen mit metabolischem Syndrom entwickelt sich auch Gicht.  Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Diabetes und erhöhte Blutfettwerte sind alle Bestandteile des metabolischen Syndroms.  Diuretika oder Medikamente, die die Wasserausscheidung des Körpers erhöhen, verschlimmern den Zustand ebenfalls.

Der genaue Grund für die Bildung von Harnsäureablagerungen ist unbekannt.  Ablagerungen können auch bei einer normalen Harnsäurekonzentration im Blut auftreten, dies ist jedoch selten.  Niedrige Temperaturen fördern Ablagerungen, was erklärt, warum Gicht am häufigsten in den Füßen auftritt.

 Nur ein Drittel des Urats wird über den Verdauungstrakt, die Haut, den Speichel oder die Nägel aus dem Körper ausgeschieden.  Urat wird über die Nieren aus dem Körper ausgeschieden.  Die Fähigkeit eines schwächeren Körpers, Harnsäuresalze auszuscheiden, wird auch durch Nierenerkrankungen beeinträchtigt.

A.A.
21.07.2022.